Knusprig, goldbraun und herrlich aromatisch – dieses Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Graved Lachs und cremigem Honig-Senf-Ziegenkäse-Dip sind für mich echtes Comfort Food. Außen wunderbar knusprig, innen angenehm saftig und mit einer feinen Süße vom Kürbis. Dazu der leckere Graved Lachs, frischer Dill und ein würziger Dip, der mit seiner leichten Süße und angenehmen Schärfe perfekt dazu passt. Das Ganze ist in gut 3o Minuten fix auf dem Tisch.
Das Kürbis-Kartoffel-Rösti ist eine willkommene Abwechslung zu unseren klassischen Kürbisgerichten, wie Kürbissuppe, Kürbisrisotto oder Pasta mit Kürbis. Ich liebe besonders Gerichte, bei denen das beliebte Herbstgemüse einmal ganz anders zur Geltung kommt. Und genau das ist bei diesem Kürbis-Kartoffel-Rösti der Fall. Für dieses Rezept braucht ihr weder ausgefallene Zutaten noch besondere Küchengeräte. Eine Küchenreibe, eine möglichst gußeiserne Pfanne reichen vollkommen aus. Ob als herzhaftes Mittagessen, unkompliziertes Abendessen oder für einen gemütlichen Herbstbrunch – diese Rösti sind vielseitig und überraschend einfach zuzubereiten.

Rösti gehören zu den Klassikern der Schweizer Küche. Ursprünglich waren sie vor allem in der Deutschschweiz als einfaches bäuerliches Frühstück verbreitet. Heute sind sie längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt und werden sowohl als Beilage als auch als eigenständiges Hauptgericht serviert.
Traditionell bestehen Schweizer Rösti hauptsächlich aus geriebenen Kartoffeln, die in einer Pfanne goldbraun gebraten werden. Je nach Region und Rezept kommen rohe oder vorgekochte Kartoffeln zum Einsatz. Für unsere herbstliche Variante kombinieren wir die Kartoffeln mit frisch geriebenem Hokkaido-Kürbis. Der bringt nicht nur eine wunderschöne orange Farbe mit, sondern verleiht den Rösti auch eine angenehm milde, leicht nussige Süße. Die Kartoffeln sorgen hingegen für die nötige Bindung und die typische knusprige Kruste. Zusammen entsteht ein herrlicher Kontrast aus krossen Rändern und einem weichen, saftigen Inneren.
Die Rösti lassen sich wunderbar mit verschiedenen Toppings kombinieren. Zu unserem „Fischfreitag“ fällt unsere Wahl heute auf Graved Lachs, frischen Dill und einen cremigen Honig-Senf-Ziegenkäse-Dip.


Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Graved-Lachs – knuspriger Herbstgenuss
Kochutensilien
Zutaten
Für die Kürbis-Kartoffel-Rösti
- 400 g Hokkaido-Kürbis entkernt
- 500 g Kartoffeln festkochend
- 2 Eier Größe M
- 3 EL Mehl Type 405
- 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
- Prise Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
- 3 EL Pflanzenöl
Für den Honig-Senf-Ziegenkäse-Dip
- 150 g Ziegenfrischkäse
- 2 EL griechischer Joghurt
- 1 EL Dijon-Senf
- 1 TL Honig
- 2 EL Dill frisch gehackt
- 1 TL Zitronensaft
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zum Servieren
- 200 g Graved Lachs
- Einige Zweige frischer Dill
Anleitungen
- Den Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen und ebenfalls grob zerteilen. Anschließend Kürbis und Kartoffeln mit einer Küchenreibe oder Küchenmaschine grob raspeln.
- Die geriebenen Kartoffeln und den Kürbis in eine große Schüssel geben, mit etwas Salz vermengen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
- Anschließend die Masse in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, bis möglichst wenig Flüssigkeit zurückbleibt.
- Die ausgedrückten Kartoffel- und Kürbisraspel in eine Schüssel geben. Eier, Mehl und frisch geriebene Muskatnuss hinzufügen und alles gründlich vermengen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und bei Bedarf etwas zusätzlichem Salz würzen.
- Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Währenddessen den Dip vorbereiten. Hierzu Ziegenfrischkäse und griechischen Joghurt in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Dijon-Senf, Honig, Zitronensaft und fein gehackten Dill unterrühren. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
- Etwas Pflanzenöl in eine gusseisernen Pfanne geben und die Röstimasse beigeben. Hierbei die Masse zu einem flachen Rösti formen und leicht am Pfannenboden andrücken.
- Den Rösti etwa 10-12 Minuten pro Seite braten, bis er außen goldbraun und knusprig und innen vollständig durchgegart ist. Je nach Dicke kann die Garzeit etwas variieren.
- Den fertigen Rösti auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen.
- Den noch warmen Kürbis-Kartoffel-Rösti auf Tellern anrichten oder aus der Pfanne servieren. Jeweils etwas Honig-Senf-Ziegenkäse-Dip daraufgeben und mit Graved Lachs belegen. Mit frischem Dill garnieren und ggf. etwas schwarzem Pfeffer würzen.
Welcher Kürbis eignet sich am besten für Kürbis-Kartoffel-Rösti?
Für unseren Kürbisrösti verwenden wir am liebsten Hokkaido-Kürbis. Er besitzt ein angenehm nussiges Aroma, eine schöne orange Farbe und hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Seine Schale ist essbar und ihr müsst sie nicht schälen. Alternativ eignet sich auch Butternut-Kürbis. Sein Fruchtfleisch ist etwas feiner und schmeckt mild bis leicht süßlich. Anders als beim Hokkaido würde ich den Butternut für dieses Rezept allerdings schälen. Wichtig ist vor allem, dass der Kürbis möglichst fein beziehungsweise gleichmäßig gerieben wird, damit er zusammen mit den Kartoffeln garen kann. Am besten geschieht dies mit der Küchenmaschine oder der gleichen scharfen Reibe.

So werden Kürbis-Kartoffel-Rösti richtig knusprig
Die Zubereitung ist unkompliziert. Damit eure Rösti außen schön knusprig und innen saftig werden, solltet ihr allerdings ein paar Dinge beachten.
- Die richtige Kartoffelsorte: Festkochende oder zumindest vorwiegend festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut, da sie beim Braten ihre Struktur behalten.
- Flüssigkeit gründlich ausdrücken: Kartoffeln und Kürbis enthalten viel Wasser. Nach dem Reiben solltet ihr die Masse deshalb gründlich mit einem sauberen Küchentuch ausdrücken. Je weniger überschüssige Flüssigkeit enthalten ist, desto knuspriger werden die Rösti.
- Nicht zu dick formen: Flach geformte Rösti garen gleichmäßiger und entwickeln eine schönere Kruste.
- Ausreichend Fett verwenden: Etwas Butterschmalz oder neutrales Pflanzenöl sorgt für eine gleichmäßige Bräunung.
- Geduld beim Wenden: Lasst die Rösti zunächst einige Minuten ungestört braten. Erst wenn sich eine stabile, goldbraune Kruste gebildet hat, sollten sie gewendet werden.
Ich bereite meine Rösti auch gerne mal in kleineren gusseisernen Pfannen als mehrere kleinere Portionen zu. Sie lassen sich einfacher wenden, werden besonders knusprig und sehen mit dem Graved Lachs und etwas frischem Dill auch auf dem Teller richtig schön aus.

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