Kalifornien – Roadtrip entlang der Pazifikküste (Teil II)

16. März 2020

Weiter geht es mit dem zweiten Teil unseres Kalifornien-Roadtrips. Nachdem wir am Ende des ersten Teils unseres Roadtrip entlang der Pazifikküste das Städtchen Solvang verlassen haben, sind wir auf der US-101 weiter Richtung Norden gefahren. Der Klassiker ist im übrigen eigentlich genau anders herum. Viele Urlauber starten in San Francisco und fahren die Strecke Richtung Los Angeles gen Süden.

Big Sur Coast

Die Big Sur Coast erstreckt sich zwischen San Simeon am südlichen Ende und Carmel-by-the-Sea am nördlichen Ende. Sie ist zweifelsohne eine der schönsten Abschnitte des US-Highway 101.
Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson schrieb einmal „Big Sur ist da, wo sich Berge und der Ozean zu einem dramatischen Rendezvous treffen. Das ist die schönste Begegnung von Land und See, die es auf der Erde gibt.“ Dem können wir nur zustimmen.

Big Sur Coast Big Sur Coast Big Sur Coast   Big Sur Coast Big Sur Coast Big Sur Coast

San Simeon

Auf dem Weg weiter auf der US-101 sollte man auf jeden Fall in dem Örtchen San Simeon halt machen. Genauer gesagt, an der Küste. Ein kleines Stück nördlich findet man die See-Elefantenkolonie Piedras Blancas Rookery am Point Piedras Blancas, einen Strand, der von zahlreichen Seeelefanten bewohnt wird. Je nach Jahreszeit liegen hier ein paar Dutzend bis zu tausende Tiere und finden sich zur Paarungs- und Wurfzeit hier ein. Das solltet Ihr Euch keinesfalls entgehen lassen.
Vertreter der gemeinnützigen Organisation Friends of the Elephant Seal stehen am Aussichtsplatz zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und die Sicherheit von Menschen und Tieren zu gewährleisten.

San SimeonSan Simeon, Elephant Seal Viewing San Simeon, Elephant Seal Viewing   San Simeon, Elephant Seal Viewing San Simeon, Elephant Seal Viewing   San Simeon, Elephant Seal Viewing San Simeon, Elephant Seal Viewing

Monterey

Monterey liegt in der Mitte Kaliforniens an der zerklüfteten Küste. Die Cannery Row, einst Zentrum der Sardinenverpackungsindustrie, wurde von dem Schriftsteller John Steinbeck verewigt. Heute gibt es hier in umgebauten Fabriken Souvenirläden, Fischrestaurants und Bars. Bekannt ist auch das Monterey Bay Aquarium mit Tausenden von Meerestieren und -pflanzen in Aquarien und interaktiven Ausstellungen.

Ganz in der Nähe befindet sich der 17-Mile Drive, eine Küstenstraße der Monterey-Halbinsel zwischen Carmel-by-the-Sea und Monterey. Die 17 Meilen – also 27 Kilometer – lange Straße führt einmal um die Halbinsel von Monterey und weist mehrere romantische Aussichtspunkte und Naturdenkmäler auf. Deshalb gilt die Straße als (leider mittlerweile) Touristenattraktion und typisch für die Pazifikküste in Kalifornien. Die Scenic Road verfügt über fünf Einfahrten, von denen vor allem die Einfahrt in Pacific Grove im Nordosten sowie die Einfahrten direkt am US-1 und in Carmel im Südosten frequentiert werden. Pro Fahrzeug werden derzeit $10,50 fällig (diese werden jedoch angerechnet, wenn Ihr hier etwas konsumiert). Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit des Drives ist die Lone Cypress, eine 250 Jahre alte einzelne Monterey-Zypresse auf einem Felsvorsprung. Sie ist Teil eines ganzen Zypressenwaldes, deren spezielle Art nur in dieser Umgebung zu finden ist.

Lone Cypress

Cupertino

Nachdem wir Monterey verlassen haben, machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Cupertino. Als großer Apple-Fan konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einmal nach Cupertino zu fahren. Zugang hat man leider nur zum Apple Visitor Center. Leider kann man sich nur ein Modell des Apple Parks anschauen, was aber recht nett und interaktiv mit iPads gemacht ist. Den Merchandise-Bereich hätte ich mir  als Groupie etwas größer vorgestellt, aber ich war sehr happy hier zu sein.

Apple Park Visitor Center Apple Park Visitor CenterApple Park Visitor Center   Apple Park Visitor Center Apple Park Visitor Center   Apple Park Visitor Center

Weite Strecken und lange Autofahrten sind wir seit unserem Roadtrip in Texas gewohnt und Autofahren in den USA macht ja im Vergleich zu Deutschland auch wirklich noch Spaß. Nichtsdestotrotz hatten wir auf unserem Weg nach Palm Springs eine Übernachtung in Bakersfield eingeplant, damit wie nicht total ausgepowert ankommen.

Palm Springs

Die Wüstenstadt Palm Springs hatten wir uns hauptsächlich als Startpunkt für unsere Touren in den Joshua Tree Nationalpark ausgesucht, ohne vorher genau zu wissen, welch schönes Städtchen uns hier erwartet. Palm Springs wurde als Rückzugsort der Hollywoodstarts bekannt, die hier – keine zwei Autostunden von Los Angeles entfernt – ein wundervolles, trockenes Klima vorfanden und Ruhe vor den in Hollywood allgegenwärtigen Paparazzi. So verbrachten Katharine Hepburn und Spencer Tracy in Palm Springs schöne Tage wie auch John F. Kennedy und Marilyn Monroe. Kein Wunder, dass viele große Namen auf dem „Walk of Fame“ verewigt sind.

Palm Springs   Palm Springs    Palm Springs

In der Vergangenheit haben wir uns mit Hotel-Empfehlungen eher zurückgehalten. Heute machen wir mal eine Ausnahme und möchten hier gerne das Hotel THE WESTCOTT Palm Springs vorstellen, in dem wir vier Übernachtungen gebucht hatten. Streng genommen ist es eigentlich kein Hotel, sondern ein Bed & Breaksfast und gehört als solches regelmäßig zu den besten in Palm Springs. Es wurde im Jahr 1930 in Betrieb genommen und hat sich mit seinen Art Déko – Elementen etwas vom Glamour Hollywoods bewahrt. Abends kann man mit einem Longdrink in der Hand am Swimmingpool alte Filmklassiker auf der Leinwand schauen.

 

Über unsere Erfahrungen im Joshua Tree National Park sowie alle dortigen Sehenswürdigkeiten berichten wir Euch in unserem nächsten Beitrag. Wir hoffen Ihr begleitet uns.

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