Ein Klassiker, der bei uns daheim nie fehlen darf, ist die Frankfurter Grüne Soße. Traditionell besteht sie aus sieben verschiedenen Kräutern und wird gerne zu Kartoffeln und Ei gereicht. Bei unserem heutigen Gericht verbinden sich süddeutsche Wohlfühlküche mit einer echten Frankfurter Ikone. Goldbraun gebratene Schupfnudeln, cremige Frankfurter Grüne Soße und zarter Lachs – eine Kombination, die nicht nur geschmacklich überzeugt, denn Frankfurter Soße ist hier Kult!

Die Frankfurter Grüne Soße – Ein echtes Kulturgut
Die Frankfurter Grüne Soße – oder auf Hessisch „Grie Soß“ – ist weit mehr als nur eine Kräutersauce. Sie ist ein Stück Identität der Region Frankfurt und seit 2016 sogar als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) in der EU anerkannt. Die genaue Herkunft der Grünen Soße ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt mehrere Theorien:
- Häufig wird sie mit Johann Wolfgang von Goethe in Verbindung gebracht – seine Mutter soll die Soße regelmäßig zubereitet haben.
- Andere Quellen sehen ihren Ursprung bei französischen Hugenotten, die im 17. Jahrhundert nach Frankfurt kamen und ihre Kräuterküche mitbrachten.
- Wieder andere vermuten eine Entwicklung aus der mittelalterlichen Klosterküche.
Was sicher ist: Spätestens im 19. Jahrhundert war die Grüne Soße ein fester Bestandteil der Frankfurter Küche.


Gebratene Schupfnudeln mit Frankfurter Grüne Soße und Lachs
Kochutensilien
Zutaten
Für die Grüne Soße:
- 1 Bund Frankfurter Kräuter (7 Kräuter Mischung)
- 150 g Schmand
- 150 g Joghurt (natur)
- 2 Eier hartgekocht
- 1 TL Dijon Senf
- 1-2 TL Zitronensaft
- 1-2 EL Speiseöl
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Für das Gericht:
- 500 g Schupfnudeln aus dem Kühlregal
- 2 EL Butterschmalz
- 300 g Lachsfilet
- 2 EL Olivenöl
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitungen
- Die Kräuter sehr fein mit einem Wiegemesser oder einem Blitzhacker hacken. Eier ebenfalls fein würfeln. Mit Schmand, Joghurt, Senf, Zitronensaft und Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl stellen und 30 min. ziehen lassen.
- Den Lachs in Würfel schneiden. In einer Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze kurz anbraten. Innen leicht glasig lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Die Schupfnudeln in einer großen Pfanne mit Butterschmalz goldbraun und knusprig anbraten.
- Zu guter Letzt die Schupfnudeln auf Teller geben, Grüne Soße darüber oder daneben platzieren, Lachs darauf verteilen und mit frischen Kräutern toppen.
Die sieben Kräuter – Das Herz der Grünen Soße
Das Besondere an der Frankfurter Grünen Soße ist ihre exakte Kräuterzusammensetzung. Traditionell gehören diese sieben Kräuter unbedingt dazu: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Diese Kombination sorgt für den unverwechselbaren Geschmack: frisch, leicht säuerlich, kräuterig und unglaublich aromatisch. Die klassische Zubereitung basiert auf:
- fein gehackten Kräutern
- saurer Sahne oder Schmand
- Joghurt oder Crème fraîche
- hartgekochten Eiern
- Senf, Essig und Öl
Je nach Familie und Region gibt es kleine Variationen – aber die sieben Kräuter sind gesetzt, und da versteht man in Frankfurt auch kein Spaß (so in etwa wie in meiner Geburtsstadt Mainz mit der Fastnacht ;-)). Wenn Ihr bereits Fans der Frankfurter Grünen Soße seid, dann müsst Ihr auch unbedingt mal unseren Frankfurter Grüne Soße Burger probieren.

Bedeutung für die Region Frankfurt
Die Grüne Soße ist tief in der Frankfurter Kultur verwurzelt:
- Sie gilt als kulinarisches Wahrzeichen der Stadt
- Jedes Jahr wird das Grüne-Soße-Festival gefeiert
- Die Kräuter stammen traditionell aus dem Frankfurter Umland (z. B. Oberrad)
- Viele Restaurants servieren sie klassisch mit Kartoffeln und Ei

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