Sabich – Streetfood aus Israel

21. Juni 2019

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Israel steht schon seit längerer Zeit auf unserer Reiseliste, aber bislang haben wir es leider nicht in dieses schöne Land geschafft.
Wie gut, dass die Foodblogger-Aktion „Die kulinarische Weltreise“ diesen Monat in Israel halt macht. Da haben wir doch schnell mal ein Ticket gezogen und kommen gerne mit.
Mitgebracht haben wir Euch leckeres Streetfood aus Israel – ein Sandwich namens Sabich.
Es ist natürlich immer etwas schwierig, ein kulinarisches Highlight aus einem Land vorzustellen, dass man selbst noch nicht bereist hat. Zum Glück leben wir aber zur Zeit in New York City und hier gibt es so ziemlich alles (man muss es nur finden).

Sabich - Streetfood aus Israel

Jüdische / israelische Küche muss man hier jedoch nicht erst groß suchen, sie ist eigentlich allgegenwärtig (wie beispielsweise unsere Hamantaschen von denen wir Euch berichtet haben). So bekommt man israelische Köstlichkeiten glücklicherweise in der ganzen Stadt angeboten.

Aber was ist Sabich überhaupt? Sabich ist ein vegetarisches Sandwich aus frittierten Auberginen, hartgekochten Eiern und und Tahini. Das alles wird mit einem Gurken-Tomaten-Salat in einer heissen Pita serviert. Häufig wird zum Sabich auch Hummus gereicht, manchmal wird es auch mit Kartoffeln gefüllt. Beides hat uns absolut überzeugt und muss bei uns in das Sandwich hinein. Für ein bisschen Schärfe sorgt ein grünes Zough, ein scharfe Gewürzpaste aus Koriander, Petersilie und grünen Chilischoten.

Sabich - Streetfood aus Israel

Aber woher kommt eigentlich der Name Sabich? Nun, hierzu gibt es gleich mehrere Theorien.
Herr Sabich Tsvi Halabi war, so heißt es, ein jüdischer Flüchtling aus dem Irak, der dieses vegetarische Sandwich in seinem kleinen Kiosk in Ramat-Gan, Israel, als Streetfood anbot.
Eine weitere Theorie ist, dass das Wort Sabich bloss ein Acronym für die Hebräischen Wörter Salat (Salat), Eier (Beytzim) und Aubergine (Chazilim) sei.
Möglicherweise wurde es auch nur  abgeleitet vom arabischen Sabah, was so viel wie „früh“ heisst. Hierfür spricht zumindest, dass Sabich auch schon gerne zum Frühstück verzehrt wird.

Sabich - Streetfood aus Israel

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Sabich häufig mit Amba, einer säuerlichen Soße aus Mango serviert wird. Auch bei den Broten gibt es diverse Abwandlungen. Am Ursprünglichsten soll das Pita Brot sein, wir haben es hier aber auch schon im Fladenbrot bekommen. Haya Molcho, Gastronomin und Inhaberin der NENI Restaurants, schlägt auch schon mal Focaccia Brot vor. Ihr seht, der Fantasie sind mal wieder (fast) keine Grenzen gesetzt.

Wir hoffen, wir haben Euch jetzt ein wenig Appetit gemacht. So wird Sabich zubereitet:

Zutaten:

Auberginen:

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 1-2 EL Mehl
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Gurken-Tomaten-Salat:

  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Salatgurke
  • 1 Handvoll gehackte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • Prise Salz

Hummus:

  • 500 g Kichererbsen, abgetropft aus der Dose
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Tahini
  • Prise Salz
  • 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 2 EL Olivenöl

Zhough:

  • 40 g Koriander
  • 20 g Petersilie
  • 2 grüne Chilischoten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2-3 EL Olivenöl
  • ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • ¼ TL Koriander, gemahlen
  • Prise Salz
  • 1 TL Zucker

Außerdem benötigt Ihr:

  • 4 Pita oder Fladenbrote
  • 2 kleine Kartoffeln, gekocht
  • 2-3 Eier, gekocht

Zubereitung:

Auberginen:

  1. Das Öl in einer hohen Pfanne / Topf erhitzen. Auberginen in Scheiben schneiden (ca. 5 mm Dicke). 
  2. Mit Mehl bestäuben und im heißen Öl frittieren, bis sie goldbraun sind.
  3. Auf ein wenig Küchenpapier abtropfen lassen und anschließend salzen.

Gurken-Tomaten-Salat:

  1. Gurken und Tomaten waschen.
  2. Beides entkernen und in Würfel schneiden.
  3. Petersilie grob hacken
  4. Alles zusammen mit frisch gepresstem Zitronensaft und Olivenöl vermengen.
  5. Mit Salz abschmecken.

Hummus:

  1. Kichererbsen, Knoblauch, Tahini, Zitronensaft und Salz in einen Food Processor geben und zu einer glatten Masse verarbeiten.
  2. Das Öl dabei langsam einfließen lassen.
  3. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzugeben, bis eine homogene Masse entsteht (vorsicht mit dem Tahini, es kann schnell bitter werden, daher lieber Wasser verwenden).

Zhough:

  1. Korianderblätter und Petersilieblätter von ihren Stängeln befreien und ggf. grob hacken.
  2. Die Chilischoten entkernen und grob hacken.
  3. Koriander, Petersilie, Chili und alle anderen Zutaten in den Food Processor geben und verarbeiten.

Kartoffeln & Eier:

  1. Eier ca. 10-12 Minuten hart kochen und danach kalt abschrecken.
  2. Mit einem Eierschneider in Scheiben schneiden.
  3. Die Kartoffeln schälen und – je nach Größe – ca. 20 Minuten weich kochen.
  4. Diese anschließend ebenfalls in Scheiben schneiden.

Die Pita-Brote machen wir heute der Einfachheit halber nicht selbst, sondern erwärmen diese nur noch und füllen sie mit den leckeren Zutaten. Die Brote abwechselnd mit Eier- und Kartoffelscheiben, dem Gurken-Tomaten-Salat, Hummus, Zough befüllen. Tahini und wenn gewünscht noch weißen Sesam darüber geben.

Sabich - Streetfood aus Israel Sabich - Streetfood aus Israel

Auch diesen Monat begeben wir uns natürlich nicht alleine auf die Reise.

Die kulinarische Weltreise

Auf unserer kulinarischen Weltreise nach Israel begleiten uns noch viele andere tolle Blogger-Kollegen. Schaut unbedingt mal bei ihnen vorbei:

Küchenlatein: Geröstete Auberginensuppe mit Ziegenfrischkäse

Britta von Backmaedchen 1967: Challah-jüdisches Zopfbrot

Tina von Küchenmomente: Baka mit Schoko-Nuss-Füllung (nach Ottolenghi)

zimtkringel: Gebackene Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse

Chili und Ciabatta: Kubaneh – jemenitisch-jüdisches Sabbat-Brot

Brittas Kochbuch: Ein Buch und ein kleines Buffet

Brittas Kochbuch: Freekeh-Salat mit Frühlingsgemüse

Brittas Kochbuch: Vegetarisch gefüllte Kibbeh

kohlenpottgourmet: Malabi mit Erdbeeren und Pistazien

Ronald von Fränkische Tapas: Hummus

Tina von Küchenmomente: Rugelach mit Aprikosen-Nuss-Füllung

Susanne von magentratzerl: Lazania

Michelle von The Road Most Traveled: Mandelkekse aus Israel

Sylvia von Brotwein: Tomate Gurke Salat – Rezept für israelischen Salat

Simone von zimtkringel: gefüllte Paprika nach Erika und Ruth

Sylvia von Brotwein: Shawarma

Sylvia von Brotwein: Pita Brot – Fladenbrot Taschen zum Füllen

Volker von volkermampft: Aubergine mit Chermoula, Bulgur und Joghurt

Volker von volkermampft: Die israelischen Restaurants Simbiosa und Neni in Hamburg

Stefan – Gastbeitrag auf volkermampft: Ein Menü mit Ossobuco, Oktopus und Mango-Papaya-Salat – nach „Hayas Küche“ von Haya Molcho

Volker von volkermampft: Buchrezension – Jerusalem: Das Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi

Volker von volkermampft: Hummus Kawarma – Hummus mit Lamm in Zitronenmarinade

Ronald von Fränkische Tapas: Israelische Gewürznüsse

Conny von Mein wunderbares Chaos: Lemmkebab auf der Zimtstange mit Minz-Tahini-Sauce und Pitah

Urs von Coconut & Cucumber: Sesam-Kekse – Tahini-Kekse nach Yotam Ottolenghi

Sylvia von Brotwein: Ofen-Hühnchen mit Zitrone und Topinambur

Sylvia von Brotwein: Hummus selber machen

Sylvia von Brotwein: Hummus mit würzigem Rindfleisch und Zitronensauce – Kawarma

Sylvia von Brotwein: Apfelkuchen mit Walnüssen und Zimt Chili und Ciabatta: Kubaneh auf traditionelle Art gebacken

Chili und Ciabatta: Shawarma “Meatmarket” mit israelischem Salat

Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2022 von Christian

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  1. Hallo ihr Lieben,

    ich muss ja zugeben, ich beneide euch ja etwas um euren derzeitigen Wohnort. Obwohl ich wahrlich kein Stadtmensch bin, die kulinarische Vielfalt, die diese Stadt bietet ist ja traumhaft. So wie euer Sabich, von dem ich natürlich noch nie etwas gehört habe, dass aber unglaublich gut aussieht und wieder einmal toll von euch in Szene gesetzt wurde.

    Ganz herzliche Grüße aus einem kleinen Kaff in NRW

    Tina

    1. Christian Author says:

      Liebe Tina,
      die Vielfalt hat was, aber an so manchen Tagen würde ich lieber in dem „kleinen Kaff“ in NRW wohnen :-)
      Action ist hier halt 24/7 und manchmal sehen wir uns nur nach Ruhe. Aber kulinarisch auf jeden Fall eine Bereicherung…wenn nur nicht immer alles so teuer wäre.
      Liebe Grüße
      Christian

  2. Allein schon die Bilder sind der Hammer ! Dazu kommt noch die Tatsache, dass ich jederzeit Auberginen in jeglicher Art verspeisen könnte. Tja, das habt Ihr jetzt davon, jetzt bin ich Euer Fan. Naja, zumindest Fan Eures Rezeptes!
    Liebe Grüße einmal über den Ozean
    Simone

    1. Christian Author says:

      Liebe Simone,
      vielen lieben Dank. Das freut uns ungemein und geht runter wie Öl ;-)
      Einen schönen Abend Dir,
      liebe Grüße
      Christian

  3. Hach…. (Muss ich mehr schreiben?)

    LG Volker

    1. Christian Author says:

      Nein Volker …passt ;-)) LG in den Norden, Christian

  4. Sabich wanderte schon bei meiner Israel-Kochbuch-Durchforst-Aktion auf die to do-Liste. Deine wunderbaren Fotos haben es ganz weit nach oben befördert :-)

    1. Christian Author says:

      Vielen lieben Dank Petra :-)

  5. Hallo Gaby und Christian,
    leider habe ich diese leckere Sabich bei meiner Israeltour nie an einem Imbissstand entdeckt.
    Euer Rerzept werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Danke für Euren Beitrag und die tollen Fotos.

    1. Christian Author says:

      Hallo Ronald,
      vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Freut uns, dass es Dir gefällt.
      Wir beneiden dich, dass Du dieses schöne Land schon bereisen konntest.
      LG Christian

  6. Ich liebe es verschiedenstes Streetfood zu probieren. So kann man sich ja auch ein bisschen Israel nach Hause holen, toll!

    1. Christian Author says:

      Vielen Dank Michelle. So sehen wir das auch.
      Wir lieben auch Street Food Festivals bei denen wir uns durchfuttern können :-)
      LG Christian

  7. Das sieht einfach köstlich aus und ist sensationell fotografiert! Lieben Gruß Sylvia

    1. Christian Author says:

      Vielen lieben Dank Sylvia. Das freut mich sehr!
      Schönen Abend und viele Grüße
      Christian

  8. Tolle Fotos, das muss ich unbedingt ausprobieren, vielen Dank für das Rezept!

  9. Stephie says:

    Oh mein Gott ! Was für eine Farbexplosion- so wunderschön mal wieder in Szene gesetzt ! Und von den Zutaten her genau mein Ding- ja, zum Frühstück könnte ich mir Sabich auch gut vorstellen. Und dann mit der Amba Sauce- die würde ich gerne mal probieren…

    Ganz lieben Gruß zu Euch nach New York
    Stephie

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